Ruinenfest 2011

Aus der Thurgauer Zeitung vom 22. August 2011 von DANIELA EBINGER

Böllerschützen, Thurgauer Landsknechte und mittelalterliche Klänge des Musikensembles Mirabilis machten das Ruinenfest in Tägerwilen zu einem mittelalterlichen Erlebnis

Wie eine Völkerwanderung kamen am Mittag schon viele Besucher den Weg zum Platz vor der Ruine hoch. Aus der Feuerstelle züngelten bereits schon die ersten Flammen. Das Gefolge der Böllerschützen machte es sich unter ihrer Überdachung gemütlich. Die Kleider sowie ihre handwerkliche Tätigkeit mit Nähen stellte das späte 15. Jahrhundert dar. Mit Schwarzpulver schossen die Herren aus Stangenbüchsen. Böllerschiesser Peter Keel erklärte den Interessierten mit viel Enthusiasmus die Funktion dieser Waffe.

Pflege der Historik
Punkt 12 Uhr kam mit zügigen Schritten der Wachaufzug der Thurgauer Landsknechte den Weg hinauf und bezog vor der Ruine ihre Wachposition. Der Sinn und Zweck des Vereins ist bei den Besuchern auf reges Interesse gestossen. Mit ihrer Anwesenheit wollen sie nämlich auf die Schlacht bei Schwaderloh im Jahre 1499 aufmerksam machen. «Die Pflege der Historik und der Geschichte ist für unseren Verein sehr wichtig», sagt ein Wächter der Thurgauer Landsknechte.

Viel Applaus für Hochseilakt
Der Gaukler Mika verzauberte mit seinen Kunststücken nicht nur die kleinen Besucher. Er liess unter anderem Tücher, Münzen und Spielmäuse verschwinden, um sie dann wieder hervorzuzaubern. Beim Hochseilakt von David Dimitri begleitete das Musikensemble Mirabilis mit ihren mittelalterlichen Klängen das Spektakel. Dimitri überquerte das Castlertobel in 60 Meter Höhe. Als er bei der Ruine anlangte, löste sich die angespannte Atmosphäre in tosenden Applaus auf. Nicht nur übliche Grilladen stillten den Hunger, sondern auch Spanferkel und andere Köstlichkeiten.

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